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Sichtbar gewordenes Heimatgefühl

30.06.2020

Heimatverein Zeppenfeld erhält Heimatpreis für Kreiselgestaltung

Übergabe des Heimatpreises

Die Vorsitzenden der Fraktionen im Rat sowie Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann und Sylvia P. Heinz gratulierten dem geschäftsführenden Vorstand des Heimatvereins Zeppenfeld e.V., der den Preis bei der Ratssitzung im Otto-Reiffenrath-Haus entgegennahm.

Der Heimatpreis der Gemeinde Neunkirchen geht in diesem Jahr an den Heimatverein Zeppenfeld e.V. Die Heimatfreunde waren mit dem das Ortsbild prägenden Kreisel ins Rennen gegangen und können sich nun über ein Preisgeld von 5000 Euro freuen. Am Donnerstag wurde der Preis im Rahmen der Ratssitzung verliehen.

Seit 2011 zeichnet der Heimatverein – allen voran Günter Thielecke – verantwortlich für die Pflege und Pflanzengestaltung des Kreisels in Zeppenfeld. Mit viel Herzblut und Sachverstand kümmert sich der ehemalige Landschaftsgärtner um die 130 Quadratmeter große Fläche, die zum bekanntesten Blumenbeet der ganzen Gemeinde avanciert ist.

Dazu tragen neben dem Blumen- und Pflanzenmeer die je nach Jahreszeit wechselnden Dekorationen bei: Maibaum, Weihnachtsbaum, Adventskranz und nicht zuletzt der Aprilscherz, der in den sozialen Medien viral ging. „Der Kreisel, aber auch die mit Blumen geschmückten Tafeln an den Ortseingängen und der Weihnachtsstern am Denkmal werden von den Bürgerinnen und Bürger sehr positiv wahrgenommen. Diese Alleinstellungsmerkmale sind zu Identifikationsobjekten für ihren Ortsteil, den Heimatverein, für ihr Zuhause geworden“, so der Vorsitzende des Heimatvereins, Rüdiger Eisel.

Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann nahm bei der Preisverleihung die Begrifflichkeiten Heimat und Identität in den Fokus und lobte die Aktionen der Heimatfreunde bei der Preisverleihung als „Aushängeschilder, die weit über den Ortsteil hinaus wahrgenommen werden.“ Der geschäftsführende Vorstand, Rüdiger Eisel, Bruno Farnschläder und Manfred Hoffmann, waren gekommen, um den Preis aus den Händen des Verwaltungschefs und Sylvia P. Heinz, zuständig für die Wirtschaftsförderung Mobilität, Förderung und Sonderprojekte, entgegen zu nehmen.

Insbesondere der Aprilscherz sorgte seinerzeit für ein breites Interesse: Um die hiesige Wildschweinplage aufs Korn zu nehmen, hatten einige Zeppenfelder Bürger einen Ansitz gebaut, der vom Heimatverein mit einer Försterin nebst Feldstecher besetzt wurde. Inmitten des stark befahrenen Kreisels sorgte die Aktion für großes Aufsehen und viel positive Resonanz.

Von dem Preisgeld möchte der Heimatverein drei sogenannte Waldsofas erwerben. Zwei von ihnen sollen den Besuchern des Spielplatzes „Kalte Wiese“ eine Ruhe- und Rastmöglichkeit bieten. Die Rastanlagen im Ortsgebiet sollen optimiert und mit neuen Mülleimern versehen werden. „Der verbleibende Rest – und wohl noch ein bisschen mehr – fließt in die Reparatur des vereinseigenen Treckers“, informiert Rüdiger Eisel.
Ein wenig irritiert ist der Heimatvereinsvorsitzende angesichts der geringen Teilnehmer-Resonanz auf den Heimatpreis: „In unserer Gemeinde sind sicherlich noch weitere Projekte vorhanden, die den Vergabekriterien des Heimatpreises entsprechen dürften und neben öffentlichem Lob auch finanzielle Anerkennung bekommen sollten.“

Der Heimatpreis wird durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt und 2020 zum zweiten Mal verliehen. Im vergangenen Jahr durfte sich der Verein „Offene Arbeit Neunkirchen“ freuen. Er hatte sich mit dem Thema „70 Jahre Grundgesetz“ beschäftigt und dazu in Kooperation mit dem Künstler Julian Irlich ein Graffiti in Neunkirchens Ortsmitte gestaltet.

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